Mangrove vegetation structure dynamics and regeneration

 

Thesis Philosophiae Doctor Scientiarum

 

Farid Dahdouh-GuebaS


 

Deutsche Zusammenfassung

 

Die vorliegende Dissertation setzt sich aus vierzehn Veröffentlichungen zusammen, welchen eine generelle Zusammenfassung vorausgeht; anschließend folgt ein Epilog, der den gesamten Forschungszusammenhang einschließlich der Verknüpfungen verschiedener Fallstudien, die lokale und globale Anwendbarkeit der Ergebnisse und die Relevanz der Arbeit im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit erklärt. Die Forschungsarbeiten wurden hauptsächlich in vier Untersuchungsgebieten in Kenya und Sri Lanka durchgeführt: Gazi Bay und Mida Creek in Kenya und Unawatuna-Galle und Pambala-Chilaw auf Sri Lanka.

   

Nach einer Revision der oft kontrovers behandelten floristischen Zusammensetzung der Mangroven Sri Lankas (Südwest-Küste), folgt eine Synthese von Bildattributen zur Auswertung von Luftphotographien in Kenya und Sri Lanka; dann folgt eine Serie von Fallstudien zur Dynamik der Mangroven-Vegetationsstruktur (inklusive Fragen der Zonierung), Mangroven-Regeneration und zur Limitierung der Regeneration [insbesondere zur Prädation von Propagulen (Diasporen)]. Die Untersuchungsflächen von Gazi und Galle schienen mehr gestört zu sein als diejenigen von Mida und Pambala. Das Studium dieser gestörten Gebiete identifizierte sowohl verschiedene Typen struktureller Veränderungen über die Zeit als auch die Existenz von Interaktionen zwischen Mangroven und terrestrischer Vegetation (Zypergras und Kokosplantagen). Parallele Untersuchungen an reifen, in der Entwicklung befindlichen und junge und juvenile Vegetationsschichten in Kombination mit der Analyse serieller Luftphotographien aus früherer Zeit ermöglichen das Verständnis dynamischer Prozesse und Vorhersagen zukünftiger Waldstruktur, und zwar unter verschiedenen Szenarien (keine Änderung, Mangroven-Holzeinschlag, natürliche Gefährdungen, etc.).  Dieser Ansatz befähigt zu Entscheidungen wie etwa ob ein bestimmter Mangroven-Bestand das Potential zur natürlichen Erneuerung und Verjüngung besitzt, oder ob anthropogener Druck menschliches Eingreifen wie die 'imperative Restauration' erfordert.  Im Rahmen von Aufforstungsprogrammen sind in Rehabilitations-Plots durchgeführte Studien zum Schicksals von Mangroven-Keimlingen essenziell. Während ein Monitoring von Mangroven-Regeneration Informationen zum generellen Status von Mangroven-Keimlingen liefert, hat insbesondere das Studium der Vermehrungsstadien gezeigt, dass Krabben und Gastropoden ein Problem für die erfolgreiche Regeneration von Mangroven in Kenya und Sri Lanka darstellen können. Die Resultate zeigen außerdem, dass Prädation an Vermehrungsstadien ein Bindeglied in einer Ereigniskette ist, die zu einer bestimmten Vegetationsstruktur (zoniert/unzoniert) führt, und wie dieser Prozess durch Hydrologie und anthropogenen Druck möglicherweise beeinflusst wird. Über die Identifizierung von Arten, Gebieten und Prozessen mit wahrscheinlich höherer Propagulen-Prädation werden direkte Informationen zu Fragen des Forstmanagements geliefert.

 

Ein weiterer Aspekt des Studiums der Mangroven-Regeneration ist mehr auf die Bedingungen der natürlichen Regeneration ausgerichtet, speziell in biogeographischen Grenzsituationen wie dem 'Parc National du Banc d’Arguin' (Weltnaturerbe in Mauretanien), in dem die Mangroven der Westafrikanischen Küste ihre nördlichste Verbreitungsgrenze erreichen. Aufgrund dieser biogeographisch marginalen Lage, monospezifische Mangal in einer Region in dem die Verfügbarkeit von Süßwasser über die letzten Jahrzehnte abgenommen hat, wurden Befürchtungen über das Überleben der Mangroven geäußert. Doch außer aufgrund unzureichender topographischer Bedingungen (Mangroven wachsen in terrestrischen Standorten mit wenig Möglichkeiten für das Überleben von Vermehrungsstadien) zeigten die Mangroven keine Anzeichen reduzierter Vitalität an ihrer biogeographischen Grenze, ja enthüllten sogar eine Diversität an Vegetations-Struktur-Typen (Hohe Bäume, ausladende Bäume, Buschformationen und Sebkha-Formationen).

 

Eine empirische Wieder-betrachtung der 'Point-Centred Quarter' Methode (PCQM) - durch Erfahrungen aus Freilandarbeiten gestützt -, erhellt die Probleme die mit dieser Methode verbunden sind, wie undefinierte Baum-architekturelle Gegebenheiten bei der Baumdurchmesser-Messung, Aggregation von Bäumen oder Über- und Unterschätzung von Dichte und Grundfläche. Das Ausmass des letzteren Problems ist ganz offensichtlich beeinflusst durch die Vegetationsstruktur des Waldes.

 

Die letzte Veröffentlichung liefert einen integrativen Überblick über Mangroven-Struktur-Dynamik basierend sowohl auf der existierenden Literatur als auch auf frühere Fallstudien und gruppiert und definiert die verschiedenen Typen von Vegetations-Struktur-Dynamik

 

Translated by Heleen Fermon and Matthias Waltert

 


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